Viele Menschen denken beim Autokauf zuerst an den Kaufpreis. Doch die eigentlichen Kosten entstehen nicht nur beim Kauf, sondern jeden Monat aufs Neue. Versicherung, Sprit, Steuer, Wartung und Reparaturen können sich schnell zu einer deutlich höheren Summe addieren, als man zuerst erwartet.
Wer wissen möchte, ob ein Auto wirklich ins eigene Budget passt, sollte deshalb nicht nur den Kaufpreis betrachten. Viel wichtiger ist die Frage: Was kostet mich dieses Auto pro Monat wirklich?
Welche Kosten fallen bei einem Auto monatlich an?
Die monatlichen Autokosten setzen sich aus mehreren Bereichen zusammen. Einige Kosten fallen jeden Monat direkt an, andere nur gelegentlich. Trotzdem sollte man sie auf den Monat umrechnen, um ein realistisches Bild zu bekommen.
Zu den wichtigsten Kosten gehören:
- Versicherung
- Kraftstoff
- Kfz-Steuer
- Wartung
- Reparaturen
- Reifen
- anteiliger Kaufpreis oder Wertverlust
Viele Autofahrer berücksichtigen nur die offensichtlichen Kosten wie Tanken und Versicherung. Genau dadurch wirken Autos oft günstiger, als sie tatsächlich sind.
Wenn du deine Kosten Schritt für Schritt berechnen möchtest, findest du hier eine ausführliche Anleitung: Autokosten berechnen – so funktioniert es richtig.
Versicherung
Die Autoversicherung gehört zu den wichtigsten laufenden Kosten. Je nach Fahrzeug, Fahrer, Wohnort, Schadenfreiheitsklasse und Versicherungsumfang können die Beiträge stark unterschiedlich ausfallen.
Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht. Zusätzlich entscheiden sich viele Autofahrer für Teilkasko oder Vollkasko. Besonders bei neueren oder teureren Fahrzeugen kann die Versicherung einen großen Anteil der monatlichen Kosten ausmachen.
Deshalb sollte man die Versicherung immer in die monatliche Rechnung aufnehmen.
Spritkosten
Die Spritkosten hängen vor allem davon ab, wie viel du fährst, wie hoch der Verbrauch deines Autos ist und wie teuer Kraftstoff gerade ist.
Wer täglich pendelt, hat natürlich deutlich höhere Spritkosten als jemand, der das Auto nur gelegentlich nutzt. Auch der Unterschied zwischen Stadtverkehr, Autobahn und Kurzstrecke kann groß sein.
Spritkosten sind für viele Menschen der sichtbarste Kostenpunkt, weil sie regelmäßig an der Tankstelle bezahlt werden. Trotzdem sind sie oft nur ein Teil der gesamten Autokosten.
Kfz-Steuer
Die Kfz-Steuer fällt in der Regel jährlich an. Für eine realistische Monatsrechnung sollte man sie auf zwölf Monate herunterbrechen.
Auch wenn die Steuer im Vergleich zu anderen Kosten oft kleiner wirkt, gehört sie trotzdem zu den festen Fahrzeugkosten. Sie sollte deshalb nicht vergessen werden.
Wartung und Reparaturen
Wartung und Reparaturen werden häufig unterschätzt. Ölwechsel, Inspektion, Bremsen, Reifen, Batterie oder kleinere Reparaturen können über das Jahr verteilt schnell mehrere hundert Euro kosten.
Auch wenn nicht jeden Monat eine Rechnung kommt, sollte man dafür einen monatlichen Betrag einplanen. So vermeidet man finanzielle Überraschungen, wenn plötzlich eine größere Reparatur ansteht.
Besonders bei älteren Fahrzeugen können Reparaturen ein großer Kostenfaktor werden.
Welche Kosten häufig vergessen werden, erfährst du auch im Artikel über versteckte Autokosten.
Kaufpreis und Wertverlust
Der Kaufpreis wird oft als einmalige Ausgabe gesehen. Für eine realistische Monatsrechnung sollte man ihn aber ebenfalls berücksichtigen.
Wenn du ein Auto zum Beispiel mehrere Jahre nutzt, kannst du den Kaufpreis gedanklich auf diese Zeit verteilen. Zusätzlich verliert ein Auto mit der Zeit an Wert. Dieser Wertverlust ist bei vielen Fahrzeugen einer der größten Kostenpunkte.
Gerade bei neueren Autos wird der Wertverlust oft unterschätzt. Ein Auto kann zwar günstig im Verbrauch sein, aber durch hohen Wertverlust trotzdem teuer werden.
Beispiel: So können monatliche Autokosten aussehen
Ein einfaches Beispiel:
Versicherung: 86 € pro Monat
Sprit: 192 € pro Monat
Steuer: 23 € pro Monat
Wartung: 61 € pro Monat
anteiliger Kaufpreis: 120 € pro Monat
In diesem Beispiel ergeben sich monatliche Gesamtkosten von:
482 € pro Monat
Das zeigt: Ein Auto kann deutlich mehr kosten, als man auf den ersten Blick denkt. Besonders dann, wenn man nicht nur Sprit und Versicherung betrachtet, sondern alle wichtigen Kosten berücksichtigt.
Warum ein Autokosten-Rechner sinnvoll ist
Ein Autokosten-Rechner hilft dir dabei, alle wichtigen Kosten übersichtlich zusammenzufassen. Statt einzelne Beträge im Kopf zu überschlagen, kannst du deine Werte eingeben und bekommst direkt eine monatliche Einschätzung.
Das ist besonders hilfreich, wenn du:
- ein Auto kaufen möchtest
- dein aktuelles Auto besser einschätzen willst
- verschiedene Autos vergleichen möchtest
- wissen willst, ob dein Auto zu deinem Budget passt
Mit dem Autokosten-Rechner von Autokostenpilot kannst du deine monatlichen Kosten schnell berechnen und bekommst sofort einen besseren Überblick.
Fazit: Ein Auto kostet mehr als nur Sprit
Die echten monatlichen Autokosten bestehen aus mehreren Bausteinen. Neben Kraftstoff spielen Versicherung, Steuer, Wartung, Reparaturen und der anteilige Kaufpreis eine wichtige Rolle.
Wer nur auf den Kaufpreis oder die Tankkosten achtet, unterschätzt die tatsächlichen Kosten oft deutlich.
Deshalb lohnt es sich, die eigenen Autokosten einmal realistisch zu berechnen. So erkennst du schnell, wie viel dein Auto wirklich pro Monat kostet und ob es zu deinem Budget passt.
Tipp: Berechne deine eigenen Kosten direkt mit dem Autokosten-Rechner von Autokostenpilot.
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