Viele Autofahrer wissen ungefähr, was sie für Versicherung oder Sprit bezahlen. Die echten monatlichen Autokosten kennen aber deutlich weniger Menschen genau. Dabei ist genau dieser Wert wichtig, wenn du wissen möchtest, ob ein Auto wirklich zu deinem Budget passt.
Einen allgemeinen Überblick findest du auch im Artikel darüber, was ein Auto im Monat wirklich kostet.
Ein Auto kostet nicht nur beim Kauf Geld. Auch danach entstehen laufende Kosten für Versicherung, Kraftstoff, Steuer, Wartung, Reparaturen und Wertverlust. Wer seine Autokosten richtig berechnet, bekommt einen realistischen Überblick über die tatsächlichen Fahrzeugkosten.
In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Autokosten berechnen kannst.
Warum sollte man Autokosten berechnen?
Viele Menschen unterschätzen die monatlichen Kosten ihres Autos. Der Grund: Einige Kosten fallen regelmäßig an, andere nur einmal im Jahr oder unregelmäßig. Dadurch wirken die Gesamtkosten oft niedriger, als sie wirklich sind.
Typische Fehler sind:
- nur die Spritkosten zu berücksichtigen
- die Versicherung nicht monatlich umzurechnen
- Wartung und Reparaturen zu vergessen
- den Kaufpreis oder Wertverlust nicht einzurechnen
- keine Rücklagen für Verschleißteile einzuplanen
Wenn du alle Kosten auf einen Monat herunterbrichst, erkennst du deutlich besser, wie viel dein Auto wirklich kostet.
Die einfache Formel für monatliche Autokosten
Die monatlichen Autokosten kannst du vereinfacht so berechnen:
Versicherung + Sprit + Steuer + Wartung + anteiliger Kaufpreis = monatliche Autokosten
Wenn du zusätzlich Reparaturen, Reifen oder Wertverlust genauer berücksichtigen möchtest, kannst du diese Werte ebenfalls als monatlichen Betrag einrechnen.
Eine einfache Formel sieht also so aus:
Monatliche Autokosten = Versicherung + Kraftstoff + Steuer + Wartung + Reparaturen + Reifen + Wertverlust
Je genauer deine Eingaben sind, desto realistischer wird dein Ergebnis.
Schritt 1: Versicherung pro Monat berechnen
Die Autoversicherung ist ein wichtiger Kostenpunkt. Manche zahlen monatlich, andere vierteljährlich oder jährlich. Für eine realistische Berechnung solltest du den Betrag immer auf einen Monat umrechnen.
Beispiel:
Du zahlst 1.032 € Versicherung pro Jahr.
1.032 € ÷ 12 = 86 € pro Monat
Diesen Betrag nutzt du dann für deine monatliche Kostenrechnung.
Schritt 2: Spritkosten pro Monat berechnen
Die Spritkosten hängen davon ab, wie viel du fährst, wie hoch der Verbrauch deines Autos ist und wie teuer Kraftstoff aktuell ist.
Am einfachsten ist es, wenn du deine durchschnittlichen Tankkosten pro Monat verwendest. Wenn du zum Beispiel im Monat ungefähr 192 € tankst, trägst du 192 € als monatliche Spritkosten ein.
Wenn du genauer rechnen möchtest, kannst du so vorgehen:
gefahrene Kilometer × Verbrauch pro 100 km ÷ 100 × Kraftstoffpreis = Spritkosten
Beispiel:
Du fährst 1.500 km im Monat. Dein Auto verbraucht 7 Liter auf 100 km. Der Kraftstoff kostet 1,80 € pro Liter.
1.500 × 7 ÷ 100 × 1,80 € = 189 €
In diesem Beispiel liegen die Spritkosten also bei ungefähr 189 € pro Monat.
Schritt 3: Kfz-Steuer auf den Monat umrechnen
Die Kfz-Steuer wird meistens jährlich bezahlt. Für die monatlichen Autokosten musst du sie deshalb auf zwölf Monate verteilen.
Beispiel:
Du zahlst 276 € Kfz-Steuer pro Jahr.
276 € ÷ 12 = 23 € pro Monat
Auch wenn die Steuer oft kleiner ist als Versicherung oder Sprit, gehört sie trotzdem zu den festen Kosten deines Autos.
Schritt 4: Wartung und Reparaturen einplanen
Wartung und Reparaturen werden häufig vergessen, weil sie nicht jeden Monat anfallen. Trotzdem solltest du sie unbedingt einrechnen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Inspektionen
- Ölwechsel
- Bremsen
- Reifen
- Batterie
- kleinere Reparaturen
- Verschleißteile
Wenn du im Jahr ungefähr 720 € für Wartung und Reparaturen einplanst, ergibt das:
720 € ÷ 12 = 60 € pro Monat
Dieser monatliche Puffer hilft dir, größere Werkstattrechnungen besser abzufangen.
Schritt 5: Kaufpreis oder Wertverlust berücksichtigen
Der Kaufpreis wird oft als einmalige Ausgabe gesehen. Für eine realistische Monatsrechnung solltest du ihn aber anteilig berücksichtigen.
Eine einfache Methode ist, den Kaufpreis auf eine geplante Nutzungsdauer zu verteilen.
Beispiel:
Du kaufst ein Auto für 7.200 € und möchtest es gedanklich über 60 Monate nutzen.
7.200 € ÷ 60 = 120 € pro Monat
Das ist eine vereinfachte Rechnung. Trotzdem hilft sie dir, den Kaufpreis besser in deine monatlichen Kosten einzubeziehen.
Noch genauer wäre eine Rechnung mit Wertverlust. Dabei würdest du nicht den ganzen Kaufpreis rechnen, sondern den Unterschied zwischen Kaufpreis und späterem Verkaufspreis.
Beispiel:
Kaufpreis: 12.000 €
geschätzter Verkaufspreis nach 5 Jahren: 6.000 €
Wertverlust: 6.000 €
6.000 € ÷ 60 = 100 € pro Monat
Beispielrechnung: So berechnest du deine Autokosten
Eine einfache Monatsrechnung kann so aussehen:
| Kostenpunkt | Betrag pro Monat |
|---|---|
| Versicherung | 86 € |
| Sprit | 192 € |
| Kfz-Steuer | 23 € |
| Wartung | 61 € |
| anteiliger Kaufpreis | 120 € |
| Gesamtkosten | 482 € |
In diesem Beispiel kostet das Auto also ungefähr 482 € pro Monat.
Das zeigt, warum eine vollständige Berechnung wichtig ist. Wer nur Sprit und Versicherung betrachtet, würde die tatsächlichen Kosten deutlich unterschätzen.
Welche Angaben brauchst du für einen Autokosten-Rechner?
Für eine schnelle Berechnung reichen meistens diese Werte:
- Versicherung pro Monat
- Spritkosten pro Monat
- Steuer pro Monat
- Wartung pro Monat
- Kaufpreis oder Wertverlust
Mit diesen Angaben kannst du deine monatlichen Gesamtkosten bereits gut einschätzen.
Wenn du zwei Autos vergleichen möchtest, solltest du dieselben Werte für beide Fahrzeuge eingeben. So erkennst du schneller, welches Auto langfristig günstiger ist.
Autokosten selbst berechnen oder Rechner nutzen?
Du kannst deine Autokosten natürlich selbst mit einem Taschenrechner berechnen. Einfacher ist aber ein Autokosten-Rechner, weil du die wichtigsten Werte direkt eingibst und sofort ein Ergebnis bekommst.
Das ist besonders hilfreich, wenn du:
- dein aktuelles Auto besser einschätzen willst
- vor einem Autokauf stehst
- mehrere Autos vergleichen möchtest
- wissen willst, ob dein Auto zu deinem Budget passt
Nutze dafür den Autokosten-Rechner von Autokostenpilot.
Wenn du zwei Fahrzeuge direkt gegenüberstellen möchtest, kannst du zusätzlich den Auto-Vergleich nutzen.
Häufige Fragen zur Autokosten-Berechnung
Welche Autokosten werden am häufigsten vergessen?
Am häufigsten werden Wertverlust, Wartung, Reparaturen, Reifen und Verschleißteile vergessen. Diese Kosten fallen nicht immer monatlich an, gehören aber trotzdem zu den echten Fahrzeugkosten.
Reicht es, nur Sprit und Versicherung zu berechnen?
Nein. Sprit und Versicherung sind wichtige Kostenpunkte, aber sie zeigen nicht die vollständigen Autokosten. Steuer, Wartung, Reparaturen und Wertverlust sollten ebenfalls berücksichtigt werden.
Wie berechnet man den Kaufpreis pro Monat?
Eine einfache Methode ist, den Kaufpreis auf eine geplante Nutzungsdauer zu verteilen. Wenn ein Auto 7.200 € kostet und du mit 60 Monaten rechnest, ergibt das 120 € pro Monat.
Wie genau ist ein Autokosten-Rechner?
Ein Autokosten-Rechner liefert eine realistische Orientierung, wenn die eingegebenen Werte sinnvoll geschätzt sind. Das Ergebnis ist kein exakter Zukunftswert, aber ein guter Richtwert für deine monatlichen Fahrzeugkosten.
Was ist besser: Kaufpreis oder Wertverlust einrechnen?
Für eine einfache Rechnung kannst du den Kaufpreis anteilig einrechnen. Noch genauer ist es, den Wertverlust zu berechnen, also die Differenz zwischen Kaufpreis und späterem Verkaufspreis.
Fazit: Autokosten richtig berechnen lohnt sich
Wer seine Autokosten richtig berechnet, bekommt einen deutlich besseren Überblick über die tatsächlichen monatlichen Ausgaben. Besonders Versicherung, Sprit, Steuer, Wartung und anteiliger Kaufpreis sollten dabei nicht fehlen.
Eine realistische Berechnung hilft dir, finanzielle Überraschungen zu vermeiden und bessere Entscheidungen beim Autokauf oder Fahrzeugvergleich zu treffen.
Tipp: Berechne deine eigenen Fahrzeugkosten direkt mit dem Autokosten-Rechner von Autokostenpilot. Wenn du zwei Fahrzeuge vergleichen möchtest, nutze den Auto-Vergleich.
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